
Am 1. Mai 1887, einem Sonntag, wurde die Ostermünchner Feuerwehr gegründet.
So wie auf dem obigen Bild hat sich der Ort damals den aus Rosenheim kommenden Besuchern gezeigt. Neben Ostermünchen gehörten damals wie heute auch die umliegenden Ortschaften zum Einsatzbereich der Feuerwehr.
In der damaligen Zeit war der jeweilige Bürgermeister auch zugleich Vorstand der Feuerwehr, nicht aber Kommandant. So ganz freiwillig war der Dienst in dieser Zeit allerdings nicht; denn alle wehrfähigen Männer im Alter von 17 bis 50 Jahren waren namentlich erfaßt und mußten an den Übungen teilnehmen. Die Übungen selbst waren streng von militärischer Disziplin geprägt und bei jeder Übung war der Kreisbrandinspektor persönlich anwesend.
Zur Ausrüstung wurde neben einigem Schlauchmaterial auch eine von Pferden gezogene Feuerspritze beschafft. Diese Doppelkolbenpumpe wurde von acht Mann betrieben und erbrachte eine beachtliche Leistung. Darüber hinaus waren noch in allen Orten lange Feuerhaken vorhanden, welche zum Einreißen brennender Gebäude dienten.
Da die Spritze nur in einer Notunterkunft untergebracht war,wurde im Jahre 1900 ein Feuerwehrgerätehaus errichtet und darin auch eine Stützleiter mit Schlauchtrocknungsanlage untergebracht. Zu dieser Zeit konnte die Ostermünchner Wehr etwa 75 Aktive aufweisen.
Bei dem Brand des Ehberger Anwesens in Schweizerting im Jahre 1928 wurde die alte, von Hand betriebene Pumpe, welche noch gut erhalten war, zum letzten Mal eingesetzt. Im Herbst des gleichen Jahres konnte die erste Übung mit den Hydranten der neuen Wasserleitung durchgeführt werden. Zwei Jahre später wurde eine neue Motorspritze gekauft.
Bei den schweren Bombenangriffen auf München im Juni 1944 wurde auch die Ostermünchner Feuerwehr zu Lösch- und Aufräumungsarbeiten eingesetzt und man mußte wegen erneuter Angriffe öfters Schutzräume aufsuchen. Gegen Kriegsende wurden im April 1945 noch der Bahnhof in Ostermünchen und die Ortschaft Weiching bombardiert. Danach war die Feuerwehr eine Woche lang mit den notdürftigen Instandsetzungsarbeiten der schwer beschädigten Anwesen beschäftigt.
Im Jahre 1957 wurde die alte, wassergekühlte Motorspritze durch eine neue luftgekühlte Spritze ersetzt. Da dieses Gerät auf einem Anhänger untergebracht war und dieser nicht mehr ausreichend war, um notwendige zusätzliche Geräte und Werkzeuge unterzubringen, wuchs die Forderung nach der Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs
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Als dann der Anhänger vom Technischen Überwachungsverein nicht mehr zugelassen wurde, kam es im Jahre 1966 zum Kauf des bis 1988 im Dienst stehenden Fahrzeugs. Die Kosten betrugen damals mit der Innenausstattung rund 10.000 DM. Diese wurden zu einem Viertel von der Brandversicherung getragen, zu einem weiteren Viertel vom Landkreis und der Rest in Höhe von 5.000 DM verblieb bei der Gemeinde.
Im Rahmen des Neubaus der Hauptschule im Jahre 1981 wurde von der Gemeinde auch ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet. Das alte Haus genügte den Anforderungen nicht mehr und wies außerdem erhebliche bauliche Mängel auf.
Zum Ausbau des Gerätehauses leistete die Feuerwehr nicht unerhebliche Beiträge. So wurden der Dachstuhl erstellt und der gesamte Innenausbau übernommen. In den folgenden Jahren wurde im Dachgeschoß des Gebäudes noch ein Schulungs- und Vortragsraum ausgebaut. Insgesamt erbrachte die Feuerwehr neben erheblichen finanziellen Aufwendungen mehr als 2.000 freiwillige Arbeitsstunden.
Ehemaliges Kleinalarmfahrzeug
(Florian Ostermünchen 65/1)
Die Kleine Chronik aus unserer Wehr...

Vorstände und Kommandanten
“Damals bis Heute” ...mehr